Belastende Lebensereignisse: Erfassen Sie mit dem LEC-5 Ihre Begegnungen mit möglicherweise traumatischen Ereignissen
Die Life Events Checklist für DSM-5, kurz LEC-5, mit den ins Deutsche übertragenen Ereignisbeschreibungen des gemeinfreien Originals des US National Center for PTSD und einer für den Bildschirm angepassten Einzelauswahl. Erfassen Sie Ihre Erfahrungen mit 17 Arten schwieriger Ereignisse. Eine Zusammenfassung als PDF können Sie auf Wunsch zusätzlich erhalten.
Belastende Lebensereignisse: Checkliste zur Erfassung von Traumaexposition mit dem LEC-5 ist ein kostenloser, vertraulicher Selbsttest mit 17 Fragen. Grundlage: LEC-5-Ereignisse, hausintern übersetzt. Er dauert etwa 5 Minuten, wird vollständig in Ihrem Browser ausgewertet und bietet eine verständliche Einordnung Ihrer Punktzahl in 4 Ergebnisbereiche. Auf Wunsch erhalten Sie einen ausführlichen persönlichen Bericht. Der Test dient der ersten Orientierung und stellt keine Diagnose.
Ereignisse statt Symptome: Was die Checkliste LEC-5 für Sie erfassen soll
Die Life Events Checklist für DSM-5 erfasst belastende Ereignisse und wird in Praxis und Forschung neben PCL-5 und CAPS-5 verwendet. Sie fragt nicht, wie Sie sich fühlen, sondern was geschehen ist. Diese Seite überträgt die Ereignisbeschreibungen, ändert aber das Antwortformat auf eine Auswahl pro Ereignis und ergänzt Hintergründe, die viele Online-Fassungen auslassen: Solche Erfahrungen sind häufig, sie sind nicht gleichbedeutend mit PTBS, und es gibt passende nächste Schritte. Die Checkliste wurde 2013 von Weathers und Kollegen veröffentlicht. Sie fragt bei jedem Ereignis, ob es Ihnen selbst geschah, Sie es beobachteten oder es Ihr Leben anders berührte. Diese Seite erklärt, was die Zählung bedeutet und was sie nicht aussagt. Ob LEC-5, LEC 5 oder LEC5 geschrieben wird: Gemeint ist immer dieselbe Checkliste zu möglicherweise traumatischen Ereignissen.
Möglicherweise traumatische Ereignisse im Leben
Die 17 Ereigniskategorien der LEC-5-Standardfassung in deutscher Übersetzung: Katastrophen, Unfälle, Übergriffe, Kampfhandlungen, Gefangenschaft, lebensbedrohliche Erkrankungen, plötzliche Todesfälle, von Ihnen verursachter Schaden und eine offene Kategorie für andere sehr belastende Ereignisse.
Wie jedes Ereignis Ihr Leben berührte
Für jedes Ereignis wählen Sie eine der sechs Antworten der Checkliste: selbst erlebt, beobachtet, davon erfahren, Teil meiner Arbeit, unsicher oder nicht zutreffend. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil der Weg der Exposition die klinische Einschätzung beeinflussen kann. Direktes Erleben, Beobachten, das Erfahren bestimmter Ereignisse bei nahestehenden Menschen und wiederholte berufliche Exposition verlangen unterschiedliche Fragen zum Zusammenhang. Diese Zählung stellt nicht fest, ob ein diagnostisches Kriterium für Exposition tatsächlich erfüllt ist oder welche Bedeutung das Ereignis heute für Sie hat.
Eine offen erklärte Zählung der Ereignisse
Der veröffentlichte LEC-5 hat keinen Gesamtwert. Unsere Zählung addiert lediglich die Kategorien, die Sie als selbst erlebt oder beobachtet markieren, von 0 bis 17. So sehen Sie Ihre Exposition auf einen Blick. Es ist eine Anzahl von Ereigniskategorien und kein Maß dafür, wie stark die Erlebnisse Sie betroffen oder belastet haben.
| Merkmal | Üblicher kostenloser Test | Psychology.com |
|---|---|---|
| Die Ereignisse des ursprünglichen LEC-5 | Umformuliert oder mit anderen Checklisten vermischt dargestellt | Ja, Ereignisse des National Center for PTSD in hausinterner deutscher Übersetzung |
| Die sechs Antwortmöglichkeiten der ursprünglichen Checkliste | Meist auf eine Antwort mit Ja oder Nein verkürzt | Ja, alle sechs, einschließlich „Teil meiner Arbeit“ und „Ich bin mir nicht sicher“ |
| Offene Erklärung der Auswertung | Erfindet einen Wert für den Schweregrad | Benennt klar, dass der LEC-5 keinen Gesamtwert hat; unsere Zahl zählt lediglich bestimmte Ereigniskategorien |
| Erklärt, dass Exposition nicht gleichbedeutend mit einer PTBS ist | Selten | Ja, mit dem PCL-5 zur Erfassung von Symptomen als nächstem Schritt |
| Fachlich geprüfte Interpretation | Selten | Ja, von einer Fachperson geprüft |
| Optionaler ausführlicher Bericht für Sie persönlich | Nein | Ja, passend zu Ihren ganz persönlichen Ergebnissen verfasst |
| Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät | Häufig gespeichert | Auswertung in Ihrem Browser; nur zusammengefasste Werte, wenn Sie eine PDF oder einen Bericht anfordern |
So wird der Test ausgewertet
Ihre Antworten ergeben insgesamt 0 bis 17 Punkte. Ihr Ergebnis fällt in einen dieser 4 Bereiche:
| Punktzahl | Bereich | Was das nahelegt |
|---|---|---|
| 0–0 | Keine direkt erlebte oder beobachtete Exposition angegeben | Sie haben kein Ereignis als selbst erlebt oder beobachtet markiert. Möglicherweise nannten Sie Ereignisse, von denen Sie erfuhren oder denen Sie beruflich begegneten. Diese sind nicht in der Anzahl enthalten, bleiben aber dennoch wichtig für Ihre Geschichte. |
| 1–2 | Ein bis zwei Ereignisse wurden angegeben | Sie haben ein oder zwei Ereignisse als selbst erlebt oder beobachtet angegeben. Dieser Bereich beschreibt ein oder zwei Kategorien nach den Zählregeln dieser Seite. Er ist keine Bevölkerungsnorm. Eine Exposition allein bedeutet nicht, dass eine PTBS vorliegt oder eine bestimmte Stärke der Belastung besteht. |
| 3–5 | Drei bis fünf Ereignisse wurden angegeben | Sie haben drei bis fünf Ereignisse als selbst erlebt oder beobachtet angegeben. Das ist eine bedeutsame Anzahl von Erfahrungen. Mehrere Ereignisarten sind in Erhebungen der Allgemeinbevölkerung häufig. Diese Häufigkeit macht die einzelnen Erlebnisse jedoch nicht belanglos und sagt nichts über ihre persönliche Wirkung auf Sie. |
| 6–17 | Sechs oder mehr Ereignisse wurden angegeben | Sie haben sechs oder mehr Ereignisse als selbst erlebt oder beobachtet angegeben. Das ist eine schwere Vorgeschichte, die Sie mit sich tragen. Sie verdient einen ernsthaften und zugleich behutsamen Blick auf Ihre heutige Situation. |
Wofür der LEC-5 gedacht ist und wie diese Seite Ereignisse zählt
Die Life Events Checklist wurde am US National Center for PTSD gemeinsam mit der Clinician-Administered PTSD Scale entwickelt. Weathers und Kollegen veröffentlichten 2013 die DSM-5-Fassung, den LEC-5. Ihre Aufgabe ist begrenzt und hilfreich: Noch vor Fragen nach Symptomen soll festgestellt werden, ob ein Mensch Ereignisarten erlebt hat, die zu posttraumatischem Stress führen können. Fachpersonen nutzen sie als ersten Schritt einer PTBS-Abklärung. Forschende beschreiben damit die Vorgeschichte einer Stichprobe. Die erweiterte Fassung fragt zusätzlich nach dem einzelnen schlimmsten Ereignis. Die hier übersetzte Standardfassung listet 17 Kategorien auf. Im Original sollen Sie bei jeder alle zutreffenden Arten der Beteiligung markieren: Es geschah Ihnen selbst, Sie beobachteten es bei jemand anderem, erfuhren davon bei einem engen Familienmitglied oder einer engen Freundin oder einem engen Freund, waren durch Ihre Arbeit damit konfrontiert, sind unsicher oder es trifft nicht zu. Auf dieser Seite wählen Sie für jede Kategorie die eine Antwort, die am besten passt. Damit bleibt die Ereignisliste erhalten, während die Art der Antwort für diese Darstellung angepasst ist.
Der veröffentlichte LEC-5 liefert keinen Gesamtwert. Das National Center for PTSD sagt das ausdrücklich. Fachpersonen lesen das Muster der Markierungen und nicht eine Zahl. Damit die Webseite Ihnen am Ende etwas zurückmelden kann, zählen wir die als selbst erlebt oder beobachtet markierten Kategorien und berichten diese Anzahl von 0 bis 17. Antworten wie „davon erfahren“ oder „Teil meiner Arbeit“ werden nicht addiert. Das liegt nicht daran, dass sie unwichtig wären: Das DSM-5 erkennt beide unter bestimmten Umständen als mögliche relevante Exposition an. Die Zahl soll lediglich eine zurückhaltende, einfache Zählung darstellen. Die vier Ergebnisbereiche null, eins bis zwei, drei bis fünf und sechs oder mehr Ereignisse beschreiben ausschließlich diese Anzahl. Sie sind keine Schweregrade und keine veröffentlichten Grenzwerte. Sie sagen nichts darüber aus, ob oder wie ein Ereignis Sie beeinflusst hat. Auch wiederholte einzelne Vorfälle innerhalb derselben Kategorie werden durch die Zahl nicht als einzelne Erlebnisse getrennt voneinander abgebildet.
Das National Center for PTSD veröffentlicht drei Fassungen. Die hier übersetzte Standardfassung zur Selbstauskunft ist allein die Checkliste mit 17 Ereigniskategorien. Die erweiterte Fassung ergänzt einen zweiten Teil zum einzelnen schlimmsten Ereignis: wann es geschah, ob tatsächlicher oder angedrohter Tod, schwere Verletzung oder sexuelle Gewalt beteiligt waren und wie Sie betroffen waren. Damit prüfen Fachpersonen, ob ein bestimmtes Ereignis die DSM-5-Definition erfüllt. Die Interviewfassung wird von einer Fachperson durchgeführt und enthält Bewertungen von Misshandlung. Wenn Sie nach dieser Checkliste eine PTBS-Abklärung beginnen, werden diese erweiterten Fragen wahrscheinlich gestellt. Es kann deshalb helfen, bereits zu überlegen, welches Ereignis Sie nennen würden. Während diese Checkliste fragt, was Ihnen geschehen ist, zählt das <a href="Holmes-Rahe-Stressinventar: Einheiten für Veränderungen im Leben">Holmes-Rahe-Stressinventar</a>, wie viel sich in den vergangenen zwölf Monaten verändert hat, und gewichtet jedes Ereignis. Die beiden Fragebögen betrachten damit unterschiedliche Ausschnitte Ihrer Lebensgeschichte und sollten entsprechend als unterschiedliche Informationen getrennt voneinander gelesen und eingeordnet werden.
Kriterium A in einfachen Worten erklärt
Die PTBS-Diagnose im DSM-5 beginnt mit dem sogenannten Kriterium A: der Konfrontation mit tatsächlichem oder angedrohtem Tod, schwerer Verletzung oder sexueller Gewalt. Das Handbuch erkennt vier Wege an. Sie erlebten das Ereignis direkt. Sie beobachteten persönlich, wie es jemand anderem geschah. Sie erfuhren, dass es einem engen Familienmitglied oder einer engen Freundin oder einem engen Freund widerfuhr, wobei ein Todesfall gewaltsam oder unfallbedingt gewesen sein muss. Oder Sie waren durch Ihre Arbeit wiederholt mit Einzelheiten solcher Ereignisse konfrontiert, wie es bei Rettungskräften, Polizei oder Menschen, die Misshandlungsberichte bearbeiten, vorkommt. Die sechs Antwortmöglichkeiten des LEC-5 orientieren sich an diesen Wegen. Deshalb liegt die Checkliste in genau dieser Form vor und unterscheidet zwischen mehreren Arten, wie ein belastendes Ereignis Teil Ihres Lebens geworden sein kann.
Daraus folgen zwei Dinge. Erstens ist nicht jede schmerzhafte Erfahrung ein Ereignis nach Kriterium A. Eine Scheidung, der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine lange Krankheit in der Familie können verheerend sein und wirkliche Spuren hinterlassen, ohne diese Definition zu erfüllen. Erhebliche stressbedingte Schwierigkeiten sind auch ohne PTBS möglich. Zweitens ist Kriterium A nur der Einstieg. Die meisten Menschen entwickeln nach einem entsprechenden Ereignis keine PTBS. Zur Diagnose gehören zusätzlich bestimmte Muster von Wiedererleben, Vermeidung, Veränderungen von Stimmung und Denken sowie verändertem Erregungsniveau. Sie müssen länger als einen Monat anhalten und spürbar beeinträchtigen. Genau danach fragt der PCL-5 in unserem PTBS-Test. Er ist nach dieser Checkliste passend, wenn eines der markierten Ereignisse sich weiterhin nah anfühlt und in Ihrem ganz persönlichen heutigen Erleben noch eine Rolle spielt.
Warum viele Menschen mehrere solche Ereignisse angeben
Wenn die Anzahl Sie überrascht hat, sind Sie damit nicht allein. In einer großen repräsentativen US-Erhebung anhand der DSM-5-Kriterien fanden Kilpatrick und Kollegen 2013, dass fast 90 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Exposition nach Kriterium A im Leben berichteten. Die meisten nannten mehrere. Plötzliche Todesfälle nahestehender Menschen, Unfälle und Katastrophen gehörten zu den häufigsten. Der LEC-5 fragt bewusst breit: Verkehrsunfälle, schwere Krankheit und plötzliche Unfalltode berühren irgendwann viele Leben. Eine Anzahl von drei, vier oder fünf ist daher nicht ungewöhnlich. Sie ist kein Urteil darüber, wie schwer Ihr Leben war oder wie gut Sie damit umgegangen sind. Die reine Zahl kann die persönliche Bedeutung dieser Erfahrungen nicht in ihrer jeweiligen Tiefe und Wirkung abbilden.
Die Anzahl sagt nicht, welche Ereignisse bedeutsam waren. Ein selbst erlebtes Ereignis kann ein Leben prägen. Fünf Ereignisse, von denen Sie nur erfuhren, können kaum Spuren hinterlassen. Fachpersonen wissen das. Deshalb fragt der erweiterte LEC-5 nach dem einzelnen schlimmsten Ereignis, und deshalb wird die Zahl nie allein gelesen. Wenn Sie sich mit dieser Seite auf ein Erstgespräch vorbereiten, ist nicht die Anzahl am hilfreichsten, sondern eine Notiz dazu, welche ein oder zwei Ereignisse sich weiterhin ungefragt aufdrängen. Die ergänzenden Tests zu belastenden Kindheitserfahrungen, der ACE-Test und der Test zu Kindheitstrauma, betrachten ein anderes Zeitfenster: die Jahre vor dem 18. Geburtstag. Sie verwenden dafür andere Arten von Fragen, die zusätzliche Erfahrungen und Belastungen in diesem früheren Lebensabschnitt erfassen, die in der allgemeinen Ereignisliste des LEC-5 so nicht vorkommen.
Was Sie als Nächstes tun können
Wenn eines der markierten Ereignisse weiter eindringt, etwa durch Erinnerungen, Albträume, Vermeidung, Anspannung oder das Gefühl, seitdem nicht mehr derselbe Mensch zu sein, nutzen Sie als Nächstes den PCL-5 in unserem PTBS-Test. Er ist das Symptommaß, dem der LEC-5 vorgelagert sein soll, und wird dort ebenfalls getreu wiedergegeben. Geht es eher um lange Phasen wiederholter Schädigung, oft in Beziehungen oder der Kindheit, mit Problemen der Gefühlsregulation, des Selbstwerts und der Nähe, betrachtet der Test zur komplexen PTBS dieses Muster. Wenn Sie bei Erinnerungen innerlich wegtreten, Zeit verlieren oder sich unwirklich fühlen, erfasst der <a href="Test auf Dissoziation">Dissoziationstest</a> solche Erfahrungen. Der Test zu Traumareaktionen beschreibt außerdem die Muster Kampf, Flucht, Erstarren und Beschwichtigen, die viele Menschen bei sich wiedererkennen und mit ihren bisherigen Erfahrungen in Verbindung bringen.
Wenn die markierten Ereignisse Sie nicht belasten, ist das ein berechtigtes und häufiges Ergebnis. Menschen erholen sich von den meisten Expositionen ohne Behandlung, besonders mit Unterstützung in ihrem Umfeld. Sie müssen nicht nach Symptomen suchen, die nicht vorhanden sind. Hat das Ausfüllen etwas aufgewühlt, lassen Sie es sich setzen, bevor Sie etwas entscheiden: Gehen Sie spazieren, sprechen Sie mit einer vertrauten Person oder kommen Sie an einem anderen Tag zurück. Eine traumasensible Therapeutin oder ein traumasensibler Therapeut kann helfen, das Erlebte in Ihrem Tempo einzuordnen. Die Suche nach Fachpersonen unten unterstützt Sie dabei. Wenn Sie in einer Krise sind oder daran denken, sich selbst zu verletzen, wenden Sie sich bitte jetzt an jemanden, der Ihnen helfen kann.
Diese Seite richtet sich an Erwachsene, die ihr eigenes Leben betrachten. Wenn Sie damit über einen anderen Menschen nachdenken, etwa eine Partnerperson, ein Elternteil oder eine Freundin oder einen Freund, bedenken Sie: Nur diese Person kann sagen, was ihr geschehen ist und wie es sie getroffen hat. Eine Checkliste lässt sich nicht stellvertretend ausfüllen. Wenn Sie sich um ein Kind sorgen, das etwas aus dieser Liste erlebt hat, gibt es eine Kinderfassung für Fachpersonen. Der passende erste Schritt ist aber eine kinderärztliche Praxis, die Schulberatung oder bei fraglicher Sicherheit der örtliche Kinderschutz und keine Selbsteinschätzung für Erwachsene. Wenn Sie als Einsatzkraft, klinische Fachperson oder im Journalismus beruflich wiederholt solchen Ereignissen begegnen, ist die Antwort „Teil meiner Arbeit“ für Sie vorgesehen. Das kumulative Gewicht dieser Erfahrungen wird im DSM-5 aus gutem Grund anerkannt. Um zu sehen, wie daraus im vergangenen Monat tägliche Belastung geworden ist, können Sie den <a href="Test zum Stressniveau">Stresstest</a> nutzen. Wenn vor allem ein einzelnes jüngeres Ereignis das Wieder-zur-Ruhe-Kommen erschwert, betrachtet der Test zur Anpassungsstörung, wie Sie damit zurechtkommen. Beide Blickwinkel ergänzen die Ereignisliste um das, was im Alltag gegenwärtig spürbar ist und Ihnen möglicherweise noch Schwierigkeiten bereitet, obwohl das Ereignis selbst bereits vorbei ist.
Wie funktioniert die Auswertung des LEC-5 genau?
Die veröffentlichte LEC-5-Checkliste liefert keinen Gesamtwert. Das National Center for PTSD betont, dass Fachpersonen das Muster der Markierungen und keine Zahl lesen. Damit diese Webseite einen Abschluss anbieten kann, zählt sie Kategorien, die Sie als selbst erlebt oder beobachtet markieren, und berichtet die Anzahl von 0 bis 17. „Davon erfahren“ und „Teil meiner Arbeit“ bleiben außerhalb dieser zurückhaltenden Zählung, nicht weil sie unwichtig wären. Die vier Ergebnisbereiche null, eins bis zwei, drei bis fünf und sechs oder mehr beschreiben ausschließlich Expositionszahlen. Sie sind keine Schweregrade, und eine hohe Anzahl ist keine PTBS-Diagnose. Für eine solche Einordnung müssen die aktuellen Symptome und der persönliche Zusammenhang gesondert und ausführlich mit betrachtet werden, statt allein die Anzahl der Ereignisse als Maßstab zu nehmen.
Methodik und Quellen
Diese Seite überträgt alle 17 Ereignisaussagen der Life Events Checklist für DSM-5, Standardfassung zur Selbstauskunft, ins Deutsche (Weathers, Blake, Schnurr, Kaloupek, Marx und Keane, 2013; Fassung vom 12. April 2018). Sie übernimmt auch die Anweisung, das gesamte Leben zu berücksichtigen, und die sechs Antwortmöglichkeiten: selbst erlebt, beobachtet, davon erfahren, Teil meiner Arbeit, unsicher und nicht zutreffend. Die Aussagen sind eine hausinterne Übersetzung des englischen Instruments, nicht die validierte deutsche Fassung. Der LEC-5 wurde von Mitarbeitenden des National Center for PTSD im US Department of Veterans Affairs entwickelt. Laut dessen Website ist er gemeinfrei und nicht urheberrechtlich geschützt. Das Original wird unter ptsd.va.gov angeboten. Ein Unterschied zum Papierformular besteht darin, dass dieses mehrere Markierungen pro Ereignis erlaubt. Hier wählen Sie die eine am besten passende Antwort. Haben Sie ein Ereignis sowohl selbst erlebt als auch beobachtet, wählen Sie deshalb „Ist mir selbst passiert“. Die deutsche Übertragung und die geänderte Antwortdarstellung sind von einer unveränderten Durchführung des Originals zu unterscheiden.
Der veröffentlichte LEC-5 ergibt weder einen Gesamtwert noch einen zusammengesetzten Wert. Die Zählung auf dieser Seite ist unsere Ergänzung: Als selbst erlebt oder beobachtet markierte Kategorien zählen je einen Punkt, alle anderen Antworten null. Die Anzahl reicht von 0 bis 17. Die vier Ergebnisbereiche und die Aufteilung in Katastrophen und Unfälle, Gewalt und Gefangenschaft, Krankheit und Tod sowie verursachten Schaden oder andere Ereignisse sind unsere eigenen Gruppen zur Orientierung. Sie dienen dem Lesen des Musters und sind keine validierten Unterskalen oder Grenzwerte. Gray und Kollegen fanden 2004 beim ursprünglichen LEC angemessene Stabilität bei Wiederholung und gute Übereinstimmung mit einem etablierten Interview zur Traumageschichte. Diese Befunde betreffen die Checkliste als Expositionsmaß. Sie validieren weder unsere Zählung noch unsere Bereiche oder diese angepasste Darstellung.
Der LEC-5 erfasst Exposition, keine Symptome und keine Belastungsstärke. Er kann nicht feststellen, ob Sie PTBS, komplexe PTBS oder eine andere Erkrankung haben. Dafür braucht es ein Symptommaß wie den PCL-5 und für eine Diagnose eine klinische Untersuchung. Der Test dient der Information und Selbstreflexion. Die Ereignisliste kann Erinnerungen und Gefühle auslösen. Sie dürfen jederzeit unterbrechen und in Ihrem eigenen Tempo entscheiden, ob und wann Sie weitergehen möchten.
Der offizielle LEC-5 erlaubt mehrere Antworten zu jeder Ereigniskategorie. Diese Seite erlaubt eine Auswahl und kann dadurch überlappende Wege der Exposition auslassen. Die unveränderte Originalfassung finden Sie beim National Center for PTSD unter https://www.ptsd.va.gov/professional/assessment/documents/LEC5_Standard_Self-report.PDF. Unsere Zahl zählt Kategorien nach den Regeln dieser Seite, nicht einzelne Vorfälle, den Schweregrad von Symptomen oder das Vorliegen einer PTBS.
Quellen
- Weathers FW, Blake DD, Schnurr PP, Kaloupek DG, Marx BP, Keane TM. The Life Events Checklist for DSM-5 (LEC-5), Standard. Measurement instrument. 2013. National Center for PTSD. ptsd.va.gov/professional/assessment/te-measures/life_events_checklist.asp
- Gray MJ, Litz BT, Hsu JL, Lombardo TW. Psychometric properties of the Life Events Checklist. Assessment. 2004;11(4):330-341. doi.org/10.1177/1073191104269954.
- Kilpatrick DG, Resnick HS, Milanak ME, Miller MW, Keyes KM, Friedman MJ. National estimates of exposure to traumatic events and PTSD prevalence using DSM-IV and DSM-5 criteria. Journal of Traumatic Stress. 2013;26(5):537-547. doi.org/10.1002/jts.21848.
- American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 5th ed., Text Revision (DSM-5-TR). Washington, DC: American Psychiatric Publishing; 2022.
Diese Quelle zitieren
Psychology.com. (2026, 18. Okt.). Belastende Lebensereignisse: Checkliste zur Erfassung von Traumaexposition mit dem LEC-5. Psychology.com. https://psychology.com/de/tests/belastende-lebensereignisse
Belastende Lebensereignisse: Checkliste zur Erfassung von Traumaexposition mit dem LEC-5: Häufige Fragen
Was ist die Checkliste belastender Lebensereignisse, der LEC-5?
Sie ist eine Checkliste mit 17 möglicherweise traumatischen Ereigniskategorien. Sie wurde am US National Center for PTSD entwickelt und 2013 für DSM-5 aktualisiert. Bei jedem Ereignis geben Sie an, ob es Ihnen selbst geschah, Sie es beobachteten, davon erfuhren, es Teil Ihrer Arbeit war, Sie unsicher sind oder es nicht zutrifft. Sie erfasst Exposition und steht üblicherweise vor einem Symptommaß wie dem PCL-5, das anschließend die heute möglicherweise vorhandenen Beschwerden genauer betrachtet.
Ist dies tatsächlich der ursprüngliche LEC-5?
Die Ereignisse stammen aus dem Original, die Durchführung ist angepasst. Die 17 Ereignisaussagen, die Anweisung zum gesamten Leben und die sechs Antwortmöglichkeiten sind aus der gemeinfreien Standardfassung des National Center for PTSD ins Deutsche übertragen. Der praktische Unterschied liegt darin, dass das Papierformular mehrere Kästchen pro Ereignis erlaubt, während Sie hier die eine am besten passende Antwort wählen. Die Zählung und die Ergebnisbereiche sind unsere Ergänzung, denn die veröffentlichte Checkliste hat keinen Gesamtwert. Es handelt sich deshalb um eine deutsche Übertragung mit angepasstem Antwortformat, nicht um die unveränderte Durchführung einer offiziellen veröffentlichten deutschen Fassung.
Bedeutet eine hohe Anzahl, dass ich eine PTBS habe?
Nein. Der LEC-5 erfasst Exposition und keine Symptome. Die meisten Menschen entwickeln nach einem entsprechenden Ereignis keine PTBS. Fast neun von zehn Erwachsenen berichten mindestens ein solches Erlebnis im Leben. Drängt ein Ereignis durch Erinnerungen, Vermeidung oder Anspannung weiter in Ihren Alltag, ist der PTBS-Test mit dem PCL-5 der nächste Schritt. Bei lang anhaltender oder wiederholter Schädigung betrachtet der Test zur komplexen PTBS dieses Muster und die damit verbundenen zusätzlichen Schwierigkeiten.
Ist der Test tatsächlich vertraulich?
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Warum zählen die Antworten „Davon erfahren“ und „Teil meiner Arbeit“ nicht zu meiner angezeigten Anzahl?
Beide können unter bestimmten Umständen im DSM-5 relevante Expositionen sein, besonders gewaltsamer oder unfallbedingter Tod nahestehender Menschen oder wiederholte berufliche Exposition von Einsatzkräften. Wir lassen sie aus der Anzahl heraus, damit diese eine zurückhaltende Zählung direkt erlebter und beobachteter Ereignisse bleibt. Das ist die einfachste offen erklärbare Zahl für diese Seite. Eine Fachperson würde beim Lesen Ihrer Checkliste jede Antwortspalte berücksichtigen und nicht nur die hier angezeigte Anzahl.
Was ist, wenn beim Ausfüllen belastende Erinnerungen hochkommen?
Das ist bei dieser Checkliste eine häufige Reaktion und ein guter Grund für eine Pause. Lassen Sie die Gefühle sich setzen, sprechen Sie mit einer vertrauten Person und kommen Sie später zu möglichen nächsten Schritten zurück. Eine traumasensible Fachperson kann Ihnen helfen, das Aufgekommene in Ihrem eigenen Tempo einzuordnen.
Ist dies die Standardfassung oder die erweiterte Fassung des LEC-5?
Die Grundlage ist die Standardfassung zur Selbstauskunft: die eigenständige Checkliste mit 17 Ereigniskategorien, deren Beschreibungen hier aus dem Formular des National Center for PTSD übersetzt sind. Die erweiterte Fassung ergänzt Fragen zum einzelnen schlimmsten Ereignis. Die Interviewfassung wird von einer Fachperson durchgeführt. Beide werden hier nicht wiedergegeben. Eine Anpassung ist wichtig: Das offizielle Formular erlaubt mehrere Angaben zur Exposition pro Ereignis. Diese Seite erlaubt nur eine Auswahl. Die angezeigte Zählung ist deshalb eine eigene Ergänzung und keine unveränderte Auswertung des Originals.
Misst der LEC-5 ein Trauma oder nur das Erleben bestimmter Ereignisse?
Nur die Exposition gegenüber Ereignissen. Die oft als Trauma-Checkliste bezeichnete LEC erfasst, was geschehen ist, statt wie Sie sich deswegen fühlen. Sie misst weder Symptome noch Belastung und kann weder PTBS noch komplexe PTBS oder eine andere Erkrankung feststellen. In der klinischen Praxis folgt häufig das Symptommaß PCL-5, das diese Website als PTBS-Test anbietet. Für eine Diagnose braucht es zusätzlich eine Fachperson, die die Antworten im Zusammenhang mit Ihrer Vorgeschichte und Ihrer aktuellen Situation beurteilt.